Eishockey in Frankreich

Erneut möchte ich mit meiner heutigen Sonntagsgeschichte etwas über die Grenzen schauen. Heut mit einem Blick nach Frankreich.

Der Verband FFHG

Die Fédération Française de Hockey sur Glace, kurz FFHG, ist für den Spielbetrieb der Liga zuständig. Die nationlen Auswahlteams werden ebenfalls vom Verband betreut. Neben den Ligen und den Auswahlteams ist die FFHG ebefalls um das Schiedsrichterwesen bemüht. Auch die Nachwuchsförderung gehört zu den Aufgaben des Verbandes. Der französische Verband spielte in der Gründungszeit des IIHF bis zum Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle, da er am 20. Oktober 1908 Gründungsmitglied des IIHF war. Danach ging diese Rolle etwas verloren, da die Nationalmannschaft bis 1990 „nur“ an den „B“ und „C“ Weltmeisterschaften teilnahm.

Die Liga

Die französische Ligastruktur setzt sich aus der „Ligue Magnus“ und den „Division 1“, „Division 2“ und „Division 3“ zusammen. Unter der „Division 3“ werden mehrere regionale Amateuerligen gespielt.

Ligue Magnus

In der „Ligue Magnus“ spielen 14 Teams um den französischen Meister. Die Qualifikation umfasst jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel bei jedem Gegner (total 26 Spiele). Danach sind die Teams auf den Rängen 1 – 4 direkt für die Playoff Viertelfinals qualfiziert. Die Teams auf den Rängen 5 – 12 tragen eine „Best-of-Three“ Serie um die restlichen 4 Viertelfinalsplätze aus. Die Verlierer dieser Runde verbleiben in der Liga und haben Sommerpause. Ab dem Viertelfinal wird dann in „Best-of-Five“ Serien der Meister ermittelt.

Die beiden letzten Teams spielen eine „Best-of-Five“ Serie um den Ligaerhalt. Der Verlierer steigt direkt in die „Division 1“ ab. Der Sieger dieser „Division 1“ steigt dafür in die „Ligue Magnus“ auf.

Zur Zeit spielen die folgenden Teams in der „Ligue Magnus„:

  1. HC Amiens Somme Les Gothiques
  2. ASG Angers Les Ducs
  3. Boxers Bordeaux
  4. Brest Albatros Hockey
  5. Briançon Les Diables Rouges
  6. Chamonix Club des Sports Les Chamois
  7. Club des Patineurs Hockeyeurs Dijonnais Les Ducs
  8. Image Club GAMYO Epinal Les Dauphins
  9. Les Rapaces de Gap Haute Alpes
  10. Grenoble Brûleurs de Loups
  11. SASP Lyon HC Les Lions
  12. HC de Morzine-Avoriaz-Les Gets Les Pingouins
  13. Rouens Hockey Elite 76 Les Dragons
  14. L’Etoile Noire de Strasbourg

Division 1

  1. Anglet L’Hormadi Elite
  2. Caen HC Drakkars
  3. HC Cholet Les Dogs
  4. Club Olympique de Courbevoie Les Coqs
  5. Dunkerque HC Les Corsaires
  6. La Roche Sur Yon Les Aigles
  7. HC Pays du Mont Blanc Les Yetis
  8. Scorpions Hockey Mulhouse ADHM
  9. Les Corsaires de Nantes
  10. HC Neuilly sur Marne Les Bisons
  11. Nice Les Aigles
  12. Toulouse Blagnac HC Les Bélougas
  13. Les Remparts de Tours
  14. HC Val Vanoise Les Bouquetins

Division 2

Poule A

  1. Moselle Amneville HC Les Galaxians
  2. Asnières HC Les Castors
  3. HC Cergy-Pontoise Les Jokers
  4. Evry-Viry Châtillon Hockey 91
  5. SOC Chambéry Les Eléphants
  6. Limoges Les Taureaux de Feu
  7. Marseille HC Les Spartiates
  8. Les Ours de Villard de Lans
  9. HC Wasquehal Lille Metropole Les Lions

Poule B

  1. CDL Annency Hockey
  2. L’Etoile Noire de Strasbourg 2
  3. Valence Les Lynx
  4. HC Clermont-Ferrand Les Sangliers
  5. HC Avignon Les Castors
  6. Meudon La Forêt HC
  7. Français Volants de Paris
  8. Club des Hockeyeurs Ronnais Les Renards
  9. HC Amateur de Rouen

Division 3

Groupe A

  1. Boxers Bordeaux 2
  2. Brest Albatros Hockey 2
  3. HC Cholet Les Dogs 2
  4. La Roche Sur Yon Les Aigles 2
  5. Limoges Les Taureaux de Feu 2
  6. Les Corsaires de Nantes 2
  7. Poitiers Les Dragons
  8. Rennes Les Cormorans HC

Groupe B

  1. Athletic Club Boulogne Billancourt Les Tigres
  2. Caen HC Drakkars 2
  3. Club Olympique de Courbevoie Les Coqs 2
  4. Dunkerque HC Les Corsaires 2
  5. EntenteDeuil/Garges Hockey 95/Garages Les Gonese Les Chiefs
  6. Orléans Loiret HC Les Renards
  7. Les Remparts de Tours 2
  8. Valanciennes Hainaut HC Les Diables Rouges

Groupe C

  1. Tornado
  2. HC Chalons en Champagne Les Gaulois
  3. HC Champigny sur Marne Les Elans
  4. HC Colmar Les Titans
  5. Caribous de Seine et Marne
  6. Club des Patineurs Hockeyeurs Dijonnais Les Ducs 2
  7. Image Club GAMYO Epinal Les Dauphins 2
  8. Evry-Viry Châtillon Hockey 91 2

Groupe D

  1. CDL Annency Hockey 2
  2. SOC Chambéry Les Eléphants 2
  3. HC Clermont-Ferrand Les Sangliers 2
  4. Montpellier Les Vipres
  5. Nice Les Aigles 2
  6. Toulon
  7. HC Val Vanoise Les Bouquetins 2
  8. Valence Les Lynx 2

Dameneishockey

In Frankreich spielen die folgenden sieben Damenteams um die Meisterschaft:

  1. Brest Albatros Hockey
  2. HC Cergy-Pontoise Les Jokers
  3. HC Neuilly-sur-Marne Les Bisons
  4. Club des Sports de Glace de Saint Ouen
  5. Les Remparts de Tours
  6. Evry/Viry Hockey 91
  7. Grenoble Les Brûleurs de Loups

Wie in vielen Ländern ist in Frankreich das Dameneishockey eine Amateursportart. Darum sind die Trainigsmöglichkeiten eher eingeschränkt. Trotzdem nimmt ein französisches Auswahlteam seit 1990 an internationalen Turnieren teil.

Bildnachweis: Flagge und Wappen vom Wikipedia Eintrag zu „Frankreich“

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Eishockey in Österreich

Mit der heutigen Sonntagsgeschichte schaue ich wieder ein wenig über die Grenze. Diesmal in Richtung Osten nach Österreich.

Der Verband

Der österreichische Eishockeyverband (ÖEHV) trägt die Ligen der Herren, der Damen und der Junioren aus. Der Verband ist neben dem Ligabetrieb für das SchiedsrichterwesenNachwuchs und Nationalteams zuständig.

Die Liga

Erste Bank EHL

Die Österreichische Eishockey-Liga ist die höchste Spielklasse im österreichischen Eishockey und ermittelt seit der 1965/1966 den österreichischen Meister. Bis 2005/2006 was es eine reine österreichische Liga. Seit der Spielzeit 2006/2007 nehmen auch Teams aus dem umliegenden Ausland daran teil. Die folgenden 12 Teams nehmen an der Meisterschaft teil:

  1. Dornbirner EC Bull Dogs
  2. EC KAC
  3. EC Red Bull Salzburg
  4. EC VSV
  5. EHC Liwest Black Wings Linz
  6. EC Moser Medical Graz 99ers
  7. Vienna Capitals
  8. HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck Die Haie
  9. HDD Olimpjia Ljubljana (Slowenien)
  10. Fehévár Alba Volán 19 (Ungarn)
  11. Orli Znojmo (Tschechien)
  12. HC Bolzano (Italien)

Inter-National-League

Neben den österreichischen Eishockeyverband betreibt auch der slowenische Eishockeyverband die Inter National League. Die Liga wurde 2012 ins Leben gerufen. Die Liga ist auf der Stufe unter der internationalen Erste Bank Eishockey Liga und soll vor allem semiprofessionelle Teams ausgerichtet. Die folgenden neun Teams nehmen aktuell an der Meisterschaft teil:

  1. EHC Bregenzerwald
  2. VEU Feldkirch
  3. EHC Alge Elastic Lustenau
  4. EK Zeller Eisbären
  5. EC Die Adler Stadtwerke Kitzbühl
  6. Kapfenberger SV Eishockey
  7. HK Playboy Slavija Ljubljana (Slowenien)
  8. HK Celje (Slowenien)
  9. HC/HDD Jesenice (Slowenien)

Rekordmeister, sofern man in einer solch jungen Liga davon sprechen kann, sind der EHC Lustenau, der EHC Bregenzerwald und der HC Neumarkt Egna (Italien).

Dameneishockey

Im österreichischen Dameneishockey werden die folgenden Wettbewerbe ausgetragen:

  1. Österreichische Staatsmeisterschaft
  2. Dameneishockey Bundesliga
  3. Dameneishockey Bundesliga 2
  4. EWHL
  5. EWHL Supercup

Die nachstehenden österreichischen Teams, neben einigen Teilnehmern aus den Nachbarländern, nehmen an den oben genannten Wettbewerben teil:

  1. Neuberg Highlanders
  2. DEC Salzburg Eagles
  3. DEC Devils Graz
  4. DEC Dragons Klagenfurt
  5. EHV Sabres Vienna
  6. Gipsy Girls Villach
  7. WE-V Flyers
  8. SPG Kitzbühl/Kufstein Dragons
  9. DHC Ice Cats Linz
  10. Red Angels Innsbruck
  11. Austrian Selects

Bildnachweis: Flagge und Wappen vom Wikipedia Eintrag zu „Österreich“

Eishockey in Deutschland

Mit der heutigen Sonntagsgeschichte beginne ich eine kleine Serie im internationalen Eishockey. Der Beginn macht Deutschland. Ich will einige Punkte unseres Nachbarlandes beleuchten.

Der Verband

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V., kurz DEB, ist für die nationalen Auswahlteams der Herren, der Damen und der Jugend (U16, U17, U18, U19 der Herren und U18 der Damen) zuständig. Der Verband ist ebenfalls für das Schiedsrichterwesen zuständig. Der Deutsche Eishockey-Bund wurde am 16. Juni 1963 in Krefeld ins Leben gerufen. Der statuarische Sitz des Verbandes ist in Füssen, die Geschäftsstelle jedoch ist in München.

Mitglieder des DEB sind:

Die Liga

Die Eishockey Liga besteht aus vier Ligen der Herren, der Deutschen Eishockey Liga (DEL), der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) sowie zwei Oberligen in (Süd und Nord unterteilt) und einer Frauen-Bundesliga. In diesen Ligen sind insgesamt 64 Teams aktiv. Im Juniorenbereich gibt es diverse Leistungsklassen und Teams.

DEL

Die DEL ist unter der Deutsche Eishockey Liga GmbH & Co. KG. organisiert, welche für den Betrieb der Liga zuständig ist. Die Liga wurde in der heutigen Form 1994 gegründet. Die Vorgängerliga war von 1958 bis 1994 die Eishockey Bundesliga. Rekordmeister der DEL sind die Eisbären Berlin. In der Eishockey Bundesliga konnte der EV Füssen die meisten Titel holen. 1952 und 1964 konnte der EV Füssen den Spengler Cup.

Die folgenden 14 Teams sind in der DEL vertreten:

  1. Augsburger Panther
  2. Eisbären Berlin
  3. Düsseldorfer EG
  4. Hamburg Freezers
  5. ERC Ingolstadt
  6. Iserlohn Roosters
  7. Kölner Haie
  8. Krefeld Pinguine
  9. Adler Mannheim
  10. EHC Red Bull München
  11. Thomas Sabo Nürnberg Ice Tigers
  12. Schwenninger Wild Wings
  13. Straubing Tigers
  14. Grizzlys Wolfsburg

DEL 2

Die DEL 2 ist unter der  ESBG Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH. organisiert, welche für den Betrieb der Liga zuständig ist. Die Liga in dieser Form wurde 2013 gegründet.

Die folgenden 14 Teams sind in der DEL2 vertreten:

  1. Bietigheim Steelers
  2. Pinguins Bremerhaven
  3. Ravensburg Towerstars
  4. EC Kassel Huskies
  5. Löwen Frankfurt
  6. EC Bad Nauheim
  7. Dresdener Eislöwen
  8. Starbulls Rosenheim
  9. SC Riessersee
  10. Eispiraten Crimmitschau
  11. Lausitzer Füchse
  12. ESV Kaufbeuren
  13. Wölfe EHC Freiburg
  14. Heilbronner Falken

Oberliga Süd

Die folgenden 11 Teams sind in der Oberliga Süd vertreten:

  1. 1. EV Weiden
  2. Deggendorfer SC
  3. EC Peiting
  4. EHC Bayreuth
  5. EHC Klostersee
  6. EHV Schönheide 09
  7. EV Landshut
  8. ERC Sonthofen Bulls
  9. EV Regensburg
  10. VER Selb
  11. EC Bad Tölz

Oberliga Nord

Die folgenden 17 Teams sind in der Oberliga Nord vertreten:

  1. Rostock Piranhas
  2. EHC Erfurt Black Dragons
  3. Crocodiles Hamburg
  4. EC Hannover Indians
  5. EC Harzer Falken
  6. EHC Neuwied
  7. ESC Wohnbau Moskitos Essen
  8. F.A.S.S. Berlin
  9. Füchse Duisburg
  10. Herner EV
  11. HSV Eishockey
  12. Leipzig Icefighters
  13. Saale Bulls
  14. EHC Timmendorfer Strand
  15. Trappers Tilburg (aus den Niederlanden)
  16. ECC Preussen Berlin
  17. Hannover Scorpions

Frauen-Bundesliga

Seit 1988 wird in Deutschland eine Frauen-Bundesliga ausgetragen. Rekordmeister ist das Team vom ESC Planegg. Die folgenden 8 Teams sind in der Frauen-Bundesliga vertreten:

  1. EC Bergkamen
  2. ECDC Memmingen Indians
  3. ERC Ingolstadt
  4. ESC Planegg
  5. Maddogs Mannheim
  6. OSC Berlin
  7. Hannover Scorpions
  8. SV Garmisch-Partenkirchen (bis 2015/2016)

Bildnachweis: Flagge und Wappen vom Wikipedia Eintrag „Deutschland“